Gesabbel, Strickereien

Entschleunigt

war die letzte Woche hier, ein Infekt hat mich aus Sofa gezwungen. Ich hatte also viel Zeit (zwischen den Nickerchen) zu lesen, eine Serie bei Amazon weiterzugucken und auch zu stricken. Deshalb ist mein Mystery-KAL mit Janukke auch schon sehr schön fortgeschritten, hier mal der Bildbeweis

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Weiterhin gespalten ist mein Verhältnis zum hellblauen Pulli, deshalb liegt der auch auf Eis.

Neue Ideen kommen jedoch auch wenn man das Sofa hütet, ich habe ja noch die schöne Scheepjes Whirl in zwei Farben hier liegen, es gibt da bezaubernde Häkelanleitungen und auch in Strick wäre da ein Tuch denkbar. Weil man ja neben den gefühlten 34566 Tüchern immer noch mal eines dazu benötigt, ihr kennt das, nech?

Während ich also langsam auskuriert bin (hoffe ich mal) freu ich mich jetzt auf das Wollfestival in Köln nächste Woche, ich habe eine Karte für Sonntag. Nach kurzer Übersicht der Baustellen von hier nach Köln und den wirklich exorbitanten Preisen des Parkhauses dort habe ich beschlossen mir eine Schöner-Tag-Fahrkarte zu kaufen und mich in den Zug zu setzen. Ich habe eine direkte Verbindung vom Bahnhof hier im Ortsteil zum Kölner Hauptbahnhof, eine Stunde Zeit für mich mit Strickzeug/Getränk/Buch jeweils auf der Hin- und Rückfahrt also, das ist dann die bessere Option. Und ich besitze auch einen ausreichend großen Rucksack damit ich die Goodie-Bag und eventuelle Käufe bequem transportieren kann.  Auf jeden Fall werde ich ein paar Bilder machen, Eindrücke sammeln und dann berichten wie es in Köln war. Stay tuned!

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Gesabbel

Hello 2017, nice to meet you

Jaaa, lange nichts geschrieben. Der Dezember war so erfüllt mit Dingen, Orten und Menschen, da blieb dann wenig Zeit. Zunächst waren die Reisevorbereitungen, am 7.12. dann der Flug zu meiner Freundin nach Florida, dort wunderbare 10 Tage mit eben dieser Freundin und meiner Tochter, viele neue Eindrücke, ein etwas schwererer Koffer als bei der Hinreise, ein schöner Urlaub. Nur wenige Tage vor Weihnachten dann wieder zuhause und es musste alles für das Fest vorbereitet werden.

Das bedeutet bei mir natürlich Baum kaufen, Wohnung schmücken, diverse Lichterketten mit Zeitschaltuhren installieren damit immer irgendwo gemütliche Lämpchen leuchten. Nach, oder besser schon während der Feiertage hat uns dann so ein Magen-Darm-Virus abwechselnd lahmgelegt, das hätten wir nicht so unbedingt gebraucht.

Den Silvesterabend habe ich zuhause verbracht, wir hatten mit Rommé und Kniffel eine vergnügte Zeit bis um 12 dann das neue Jahr begann.

In den letzten Tagen habe ich in den diversen Foren, blogs und bei Facebook oft gelesen: oooooh, endlich ist das Jahr zuende, das war ein böses Jahr, so viele gute Leute sind gestorben, ich will das Jahr 2016 schnell abhaken usw……

Ich hab dann mal überlegt, war das wirklich so anders als in den Jahren davor? Ich glaube nicht, ich denke eher durch die vielen Rückblicke im Dezember wird einem noch einmal bewusst welche Ereignisse (nach Meinung des jeweiligen Mediums) prägend für das Jahr 2016 waren.  Aber welche Dinge waren es denn für mich persönlich die das Jahr gut, schlecht oder so mittel gemacht haben, fragen wir uns das eigentlich bewusst? Oder nehmen wir die vorgetragenen Rückblicke um uns dann schnell mal in Selbstmitleid zu wälzen und zu sagen 2016 wäre so ein schlechtes Jahr gewesen?

Mein persönlicher Rückblick sieht etwas anders aus als viele Rückblicke in den Medien. Ich hatte ein gutes Jahr, auch wenn es in meinem Umkreis Verluste und weniger schöne Ereignisse gab so kann ich unter dem Strich sagen es war gut, dieses 2016.

Drei wirklich schöne Urlaube, einmal mit dem Gatten durch Süddeutschland, immer auf der Flucht vor dem Regen, und wir haben schöne Orte besucht und eine wirklich gute Zeit gehabt. Im September dann der Aufenthalt in London mit meiner Tochter, bei unglaublicher Hitze, in diesem winzigen aber sehr gemütlichen Appartement, einfach schön. Zuletzt dann die 10 Tage in Florida, die Freundin besucht, den 25. Geburtstag der Tochter dort gefeiert, viele neue Eindrücke mitgenommen, so sieht für mich eine gute Reise aus.

Viele nette Zusammenkünfte mit der Wohnmobiltruppe, mal nur für einen Abend, mal ein Wochenende, nur knapp 60 km von zuhause kann man auch prima abschalten und eine gute Zeit haben.

Bis auf den gebrochenen Fuß von Omma Zwo keine wirklich erwähnenswerten Krankengeschichten, auch aus dieser Sicht also ein gutes Jahr.

Wen ich als auf das beginnende Jahr 2017 gucke dann tu ich das mit Vorfreude,  vor mir liegt ein frischer Kalender, bis auf die ersten beiden Wochen noch fast alle Seiten unbeschrieben, den werde ich also im Laufe des Jahres mit Terminen, Ereignissen und allem möglichen Kram füllen. Es gibt ein oder zwei grobe Ideen was dieses Jahr Reiseziel sein könnte, ich hoffe ich kann viel Zeit einfach im Garten mit einer Kanne Tee, einem Buch und meinem Strickzeug verbringen. Ich möchte ein bisschen mehr mit dem Fahrrad unterwegs sein, häufiger mal die Umgebung erkunden. Es gibt ein oder zwei Ideen wie ich in der Wohnung noch etwas umgestalten möchte, auch draussen im Garten hätte ich noch Pläne, also auf jeden Fall bleibt alles in Bewegung.

Falls ihr das Gefühl habt das vergangene Jahr war schlecht und euch nur noch an diverse böse Dinge erinnern könnt habe ich einen kleinen Tipp: Schreibt jeden Tag einen Satz auf über den vergangenen Tag. Es gibt dafür kleine Taschenbücher, One Line a day heissen die, die gehen über 5 Jahre und man kann für jeden Tag im Jahr diesen einen Satz eintragen. Wenn man dann im Rückblick mal blättert erkennt man ( so ging es mir) das viele kleine positive Dinge passieren, man aber immer die großen negativen Ereignisse zuerst im Kopf hat. Ich führe so ein Büchlein jetzt seit etwas über einem Jahr und habe festgestellt daß die positiven Einträge die Mehrzahl bilden. Probiert es aus, dazu reicht auch ein einfaches Notizbuch, und dann guckt zwischendurch und am Ende des Jahres mal rein, ihr werdet überrascht sein.

So, jetzt werde ich Tag eins in diesem Jahr gemütlich auf dem Sofa verbringen, macht was euch gerade gut tut und geht ein bisschen positiv in das neue Jahr. Bis bald 🙂

Familienkram, Gesabbel, Unterwegs

Noch ein bisschen London

So, nun sind die Bilder endlich bei mir gelandet und ich habe aus über 500 Aufnahmen ein paar rausgefischt die einen Eindruck vermitteln was ich da in den sechs Tagen so gemacht habe.

Zunächst mal bei Ankunft in unserer wirklich schönen Unterkunft

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ein kurzer Spaziergang zu Waitrose, ein Supermarkt der vom Sortiment auf dem Level der Edekamärkte hier im Umkreis ist, etwas hochpreisigere Ware aber ein tolles Sortiment. Und der Einkauf für die ersten Frühstücke und Abendhäppchen

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Links vegetarisch fürs Kind, rechts Ham and Eggs für Muddi.

Den Montag verbrachten wir auf der Oxfordstreet und im Umkreis, einfach mal treiben lassen und sehen was im Angebot ist. Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen von Harry Potter, bzw. der Studiotour

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Das war schon beeindruckend, so im Speisesaal von Hogwarts zu stehen, und dann seht ihr mich bei dem Versuch durch die Wand auf das Gleis 9 3/4 zu gelangen.

Dienstags dann hatten wir Tickets für den SkyGarden gebucht, dort konnte man aus luftiger Höhe auf die Themse, die Towerbridge und zur anderen Seite zum London Eye sehen, unmittelbar auf der Rückseite dann the Gherkin, dieser Tannenzapfen aus Glas.

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Im Innenbereich ein Restaurant und eine Cafeteria, die wir dann genutzt haben um uns bei eiskalter Limo abzukühlen, London hatte ja wettertechnisch wirklich alles gegeben, an diesem Tag auch wieder knapp 30 Grad.

Der Donnerstag dann war geplant für die British Library, dort fand gerade eine Ausstellung zum Thema Punk statt. Für mich bekanntes Terrain konnte ich bei der Tochter punkten, so Anfang der 80er war ich ja quasi dabei als die Helden dieser Ausstellung an den Start gingen 🙂 Ein Sehr beeindruckendes Gebäude, die riesigen Büchermengen, ein schöner Museeumsshop, es gibt da sogar ein großes Cafe das wir aber nicht besucht haben. Man kann ja nicht immer essen.

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Im oberen Bild dann, über das Dach der Library hinweg fotografiert, der Bahnhof Kings Cross. Und alles, ich kann es immer wieder nur betonen, um die Ecke unserer Unterkunft. Das hieß dann natürlich auch daß wir viel gelaufen sind, aber wenn genug zu sehen ist dann merkt man das ja kaum.

Unser Besuch im Britischen Museum am gleichen Tag war leider etws verkürzt, wegen der unglaublichen Hitze konnte man da wirklich nur in die klimatisierten Räume, große Teile waren so aufgeheizt daß wir auf die Besichtigung verzichtet haben, das machen wir dann mal im Winter irgendwann. Trotzdem blieb noch genug übrig das man sich ansehen konnte und das haben wir dann auch getan.

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Den Rest des Tages haben wir dann am Themseufer im Schatten der Towerbrigdge verbracht, bei Iced Caffe Latte und leichtem Wind.

Freitags dann endlich das Wetter mit dem man in London rechnet, kühl (naja, kühler als 30 Grad eben) und regnerisch. Wir sind dann zum finalen Shopping in die City, schlenderten über die Carnaby Street, waren am Picadilly Circus

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und am Big Ben, ihr seht mich links wie ich das Glockenspiel aufnehme und an den Gatten sende der das Haus gehütet hat während wir auf Städtetour waren.

Überhaupt, man sieht mich hier recht oft auf den Bildern. Während ich überlegte was ich zeige von dieser Tour habe ich mir gesagt: tolle Bilder aus den Metropolen dieser Welt gibt es überall im Netz, aber das hier war meine (bzw. unsere) ganz persönliche Tour, und wenn ich davon erzähle dann gehören für mich auch diese Bilder dazu. Die hat übrigens meine Tochter gemacht, und ich finde mit einem guten Auge für spezielle Motive wie zum Beispiel das Big Ben Foto mit mir oben.

Unbedingt noch zu erwähnen ist daß die Abreise über London Heathrow total entspannt war, das ist einer der am besten organisierten Flughäfen von denen ich je gestartet bin. Wir konnten bei Ankunft dort um 12.30 schon unsere Koffer einchecken, unser Abflug war erst um 17.30. Also dann noch gegessen, gebummelt und letzte Kleinigkeiten eingekauft ehe es Richtung Heimat ging. So schnell war die Woche vorbei…..

 

Gesabbel

Und sonst so?

Ja, alles gut. Nur eben nichts aufregend Neues, das hier erzählt werden könnte. Manchmal läuft das Leben einfach so vor sich hin, und das sind ja nicht die schlechstesten Zeiten, die in denen alles ruhig ist.

Neben den immer wieder angefragten (Familie und auch manchmal Bekannte) Socken wird nicht viel gestrickt, dafür habe ich das Laufen für mich entdeckt. So zwei bis dreimal die Woche strammes Walken, um die 5 km. Mal alleine, Mal mit Tochter oder Freundin. Dabei habe ich festgestellt daß man auch nach vielen Jahren am gleichen Wohnort in der unmittelbaren Nähe ganz neue Wege entdecken kann, nämlich die die man nicht mit dem Auto befahren kann :). Und auch alte Wege, die man mal mit der damals noch kleinen Tochter samt Sandspielzeug und Verpflegungstasche gelaufen ist sehen heute ganz anders aus, neu und doch bekannt.

Hier bereitet sich alles auf die Karnevalswoche vor. Wir sind jedoch nicht soooo große Jecken, bei mir ist der Weiberfastnachtsdonnerstag auf der Arbeit das einzige Event bei dem ich halbwegs kostümiert unerwegs bin.  Der Rest der Familie findet Karneval eher überflüssig. Wie jedes Jahr wird wieder unser Rosenmontagsspinntreffen, nichtkarnevalistisch, stattfinden und darauf freue ich mich schon.

Mein Spinnrad ist seit Wochen, ach, Monaten unberührt. Irgendwie zieht mich da gerade nichts hin. Abgesehen von der bunten Häkeldecke hat mich länger kein wolliges Projekt mehr in seinen Bann gezogen. Und meistens wenn ich im blog sowas schreibe bricht danach sofort die große Starteritis verbunden mit Wollgroßeinkäufen aus. Falls das auch dieses Mal so ist, ihr werdet es erfahren. Bis dahin weiter häkeln, Socken für liebe Menschen, strammes Walken.